Turnen Pfreimd | Chronik Chronik – Turnen Pfreimd

Unsere Chronik

 

Das Frauenturnen

(Von  Obermedizinalrat Dr. Rauh, Erding)

 

Es herrschen da und dort noch Zweifel über den Erlaß der deutschen und bayerischen Bischöfe im Jahre 1925 in bezug auf das Frauenturnen.

 

1. Das Frauenturnen ist nicht allein erlaubt, sondern als der Gesundheit zuträglich allgemein anerkannt.

2. Im Interesse der Frauen-Ehre, der Sitte und des Anstandes, der Sittlichkeit und Gewissens-Reinheit ist das Frauenturnen von dem Männerturnen getrennt zu halten.

3. Es ist daher notwendig, daß Mädchen und Frauen nur von Damen im Turnen unterrichtet werden.

 

Auch wenn in diesem Erlass der deutschen und bayerischen Bischöfe vom Jahr 1925 das Frauenturnen erlaubt und der Gesundheit als zuträglich anerkannt wurde, haben siebzig Frauen von Pfreimd im September 1969 gegen die Vorschrift Nummer 3 verstoßen! Hier heißt es ausdrücklich: „Es ist daher notwendig, dass Mädchen und Frauen nur von Damen unterrichtet werden!“ In unserer Stadt  unterrichtete nämlich ein Mann, Lehrer Georg Schmidt, die sportbegeisterten Mädchen und Frauen.

Nach der Fertigstellung der dringend benötigten Schulturnhalle drängten so viele „Bewegungshungrige“ in die angebotene Turnstunde, dass lange Zeit in zwei Gruppen, mittwochs und donnerstags, geturnt wurde.

Im Januar 1970 wurden dann  die 70 Damen vom damaligen  Vorsitzenden, Herrn  Paul Neuper, offiziell als Mitglieder in die Spielvereinigung Pfreimd aufgenommen. Neben König Fußball gab es nun eine völlig neue Sparte: die Abteilung Turnen. Als Frauensprecherin fungierte Mathilde Faltenbacher. Zur gleichen Zeit startete das Männerturnen unter Leitung von Claus Nöckler und Rudi Stöger.

Erwartungsgemäß  legte sich die erste Begeisterung und das Turnfieber bald. Nur noch eine Turnstunde für die Damen  war nötig und hier bewiesen die Frauen und Mädchen ihr Können nicht nur bei der Gymnastik, sondern auch an den Geräten wie Reck, Ringe und Barren.

Bedauerlicherweise zwangen im Juli 1972 gesundheitliche Probleme Lehrer Schmidt zur Beendigung seiner Übungsleiter-Tätigkeit. Seine Nachfolgerin wurde die Gymnastiklehrerin Lisa Bauer aus Schwarzenfeld. Nach ihrem Wegzug im April 1973 verlor die Abteilung Turnen erneut  ihre Übungsleiterin.

Im Mai 1971 wurde als offizielle Abteilungsleiterin der Sparte Turnen Frau Martha Schönberger bestimmt. Frau Schönberger übernahm das Frauenturnen, unter ihrer Leitung turnten die Damen 17 Jahre lang. Dazu  rief sie  in der Turnabteilung ein neues Bewegungsangebot ins Leben: das Kleinkinderturnen (Purzelvolk), das  sofort und gleichbleibend großen Anklang fand.

Es folgten  Mädchenturnen  (2 Gruppen) und das Seniorenturnen

Die Last der Betreuung der Sparte und zugleich das Halten sämtlicher Turnangebote (immerhin 5 Gruppen) lagen bis zum September 1978 allein auf den Schultern der Abteilungsleiterin Martha Schönberger. Unterstützung erfuhr sie beim Kinderturnen von verschiedenen Müttern,  Frau Siebmanns, Frau Peschel und Frau Arnold.

Im Jahr 1974 wurde der Heinrich-Wirner-Gedächtnis-Lauf ins Leben gerufen. Hier startete erstmals und auch als einzige Damenmannschaft acht Läuferinnen der Sparte Turnen. Sie mussten noch die Männerstrecke bewältigen.  Der damalige Ministerpräsident Alfons Goppel überreichte persönlich einen Zinnteller der Bayerischen Staatsregierung an die Läuferinnen.

Im März 1975 stellte der Stadtrat den Preis „Die sportliche Gemeinde“, der mit DM 200.-- dotiert war, der Abteilung Turnen zur Verfügung. Endlich konnten nun Kleingeräte wie Bälle, Reifen, Seile gekauft werden. Die schuleigenen Handgeräte standen dem Verein ja nicht zur Verfügung. Die noch nötigen DM 300.--  für diese Grundausstattung zahlte die Spielvereinigung dazu.

 

Endlich Handgeräte

 

Neu  in der Sparte Turnen war auch das Training und die Abnahme von Sportabzeichen. Da es in unserer Stadt keine entsprechende Sportanlage für Leichtathletik gab, mussten die Sportler nach Nabburg ausweichen. Als Prüfer fungierten Martha Schönberger, unterstützt von Günther Puchinger, später von Adam Hoch und Wolfhard Biller.

Groß war auch das Interesse an der neuen Damen-Volleyball-Gruppe, die ebenfalls unter Leitung von Martha Schönberger  trainierte und spielte.

Im Fasching 1976 wagte man sich an etwas völlig Neues:  Mit  einer lustigen Einlage als Fußballer (Im Original-Dress)  besuchte man am „Unsinnigen Donnerstag“ den Weiberfasching des Frauenbundes im Lederer-Saal (Wilder Mann).

 

 

Dies wurde dann zur Tradition, doch mit anspruchsvolleren Auftritten. In Erinnerung gebracht werden sollen nur einige Auftritte: Clowns, Gardemädchen, Hexen-Tanz, Männerballett, Hausfrauentanz, Harlekins, Wuscheltanz.

Die Choreographie arbeitete Martha Schönberger  selbst aus, und unter ihrer Regie wurden diese Auftritte einstudiert und aufgeführt.

Der Pfreimder Fasching erfuhr durch diese Auftritte bei den verschiedenen Bällen eine wesentliche Bereicherung.

 

Hexen

 

Männerballett

 

Im September 1978 übernahm Erika Arnold nach ihrer Übungsleiterausbildung die Mädchengruppen. Adam Hoch und Franz Hofbauer verstärkten 1979 bzw. 1981 noch das Übungsleiter-Team und Brigitte Hirmer half bei der Purzelvolk-Turnstunde mit. Jugendvolleyball und Bubenturnen ergänzten das Sportangebot der Abteilung Turnen.

Am 16. Juli 1981 feierte man, etwas verspätet zwar, das zehnjährige Bestehen der Abteilung Turnen mit einem Turnerabend. Das Vorbereiten und das Einüben des zweistündigen Programmes nahm viel Zeit in Anspruch, der große Erfolg und auch der Beifall bei dieser Turnschau belohnte alle Akteure für die schweißtreibenden Proben.

 

Mädchenturnen bei  der  10-Jahresfeier

 

Gymnastik mit dem Ball der Damengruppe

 

Adam Hoch bei der 10-Jahresfeier

 

Kastenturnen bei der 10-Jahresfeier

 

Die Abteilung Turnen konnte zwar nach außen hin keine großen Erfolge wie zum Beispiel die Sparte Fußball mit Punktgewinnen, Siegen und Aufstiegen melden, doch mit dem immer größer werdenden Breitensport-Angebot gewann  die Abteilung Turnen immer mehr  Mitglieder.

Diese fortwährende Aufwärtsentwicklung der Turnabteilung verlangte dringend nach zusätzlichen Übungsleitern.  Gut ausgebildete Übungsleiter sind die Säulen eines jeden Vereins und bei der Sparte Turnen ganz besonders wichtig. Damit jede Woche die Turnstunden gut besucht werden und jeder Teilnehmer zufrieden die Turnhalle verlässt, muss der Übungsleiter besondere Anforderungen erfüllen: Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, persönliche Ausstrahlung, Tatkraft, Können und viel  Idealismus.

Im Jahr 1982 erwarben dann auch Inge Manner und Brigitte Hirmer den Übungsleiterschein. Brigitte Hirmer übernahm dann das Purzelvolk von Frau Schönberger und eine Kindergruppe. Frau Inge Manner bot eine zusätzliche Damenturnstunde an.

Neben dem wöchentlichen  Sportprogramm in der Schulturnhalle kam die Geselligkeit  in der Turnabteilung nie zu kurz. Weihnachts- und Faschingsfeiern, Ausbuttern,  Spargelessen, Kegeln und Radtouren, Zeltlager für Kinder, alle diese gemeinsamen Unternehmungen stärkten die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl  in der großen Sportfamilie der Spielvereinigung. Die tatkräftige Mithilfe beim jährlichen  Volksfesteinsatz war selbstverständlich.

Nach  zwölfjähriger intensiver Tätigkeit als Abteilungsleiterin trat Martha Schönberger im März 1983 von ihrem Amt zurück. Für ihre Verdienste wurden  sie und Adam Hoch mit dem Verdienstteller der Spielvereinigung ausgezeichnet. Ihre Nachfolgerin war Gabi Zirwick. Doch bereits im Februar 1984 wurde Martha Schönberger wieder  Abteilungsleiterin.

Im März 1984 bot die SpVg g  Abt. Turnen eine völlig neue  Turnstunde an: Das Leistungsturnen für Mädchen. Hier sollten talentierte Mädchen aller Altersgruppen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten und Leistungen beim Wettkampf mit anderen Turnerinnen zu messen.  Die Leitung lag in den Händen von Erika Arnold. Trotz geringer Trainingsdauer startete man gleich am 24. März 1984 beim ersten Wettkampf in der Gauliga und schnitt mit guten Ergebnissen ab. Doch bereits beim 2. Durchgang sorgten die  „Turnneulinge“ für eine Sensation: Sie belegten den 1. Platz. Auch bei den nachfolgenden Kämpfen erreichte man trotz starker Konkurrenz beachtliche Erfolge.

Bei der ersten Teilnahme am Gaukinder-Turnfest am 1.7.1984 erturnte sich das talentierte Turnküken  Karin Schönberger  (damals 5 Jahre alt) den 1. Platz und erhielt die Goldmedaille.

Die Leistungsturngruppe trug  nun auch dazu bei, den Namen der Spielvereinigung Pfreimd durch ihre guten Leistungen und Erfolge  weit über die Grenzen unseres Landkreises bekannt zu machen.

 

Leistungsturnen 1984 mit ÜL Erika Arnold (Mitte)
rechts Spartenleiterin Martha Schönberger

 

Neu war auch die Durchführung eines Volleyball-Turniers im Juni 1983 unter Leitung von Franz Hofbauer. Hobbyspieler, Bundeswehrmannschaften und Damenmannschaften zeigten spannende Spiele. Auch diese Einrichtung wurde zur jährlichen Tradition.

„Akrobatik, Tanz und Supershow! Das war Spitze! Turnerabend der Turnabteilung ein Riesenerfolg!“ So stand es im Bericht der Zeitung „Der Neue Tag“. Anlässlich des fünfzehnjährigen Bestehens der Abteilung Turnen wurde am 26. April 1985 der zweite Turnabend durchgeführt. 450 Aktive: Kleinkinder, Buben, Mädchen, Jugendliche und Frauen waren mit viel Freude und Eifer dabei und zeigten ihr sportliches Können bei den vielfältigen Aufführungen.

 

15-jähriges Bestehen 2. Turnerabend

 

Keulengymnastik mit Frau Manner

 

Die Abteilung Turnen hatte in den vergangenen 15 ½ Jahren zwar im Stillen, aber dafür um  so beharrlicher und zäher an ihrem Aufbau und an der Weiterentwicklung gearbeitet. Diese Arbeit war von Erfolg gekrönt:

Die Abteilung Turnen hatte „König Fußball“ überrundet und war nun die stärkste Sparte innerhalb der Spielvereinigung.

Spartenleiterin Martha Schönberger verlangte im Februar 1986 eine zweijährige Ruhepause für sich  und Iona Kielhorn übernahm dankenswerter Weise in dieser Zeit das Amt der Abteilungsleiterin und baute gleichzeitig eine Mädchen-Volleyballgruppe auf.

Im Mai 1986 fand dann das wegen schlechten Wetters mehrmals verschobene erste Spielfest für Kinder statt. 130 Kinder im Alter zwischen drei und fünfzehn Jahren mussten an elf Stationen ihr Können, ihr Geschick und ihre Ausdauer beweisen. Preise belohnten die jahrgangsbesten Teilnehmer.

Beim Gaukinderturnfest, diesmal in Nabburg ausgetragen, beteiligten sich 22 Mädchen der Leistungsturngruppe am Gerätedreikampf. Trotz enormer Konkurrenz (insgesamt 550 Teilnehmer) schafften es  acht von ihnen  unter die ersten Zehn. Allen voran Tanja Groda, die sich den 2. Platz erturnte.

 

Sieger beim Gau-Kinder-Turnfest

 

Mit Johanna Pösl kam 1987 eine weitere tatkräftige Übungsleiterin zum Team dazu. Sie stieg beim Kinderturnen ein und betreute noch eine neue 2. Damenvolleyball-Gruppe.

Im März 1988 ging die Leitung der Turnabteilung wieder an Martha Schönberger zurück. Zum normalen Sportprogramm wurden  Badefahrten ins Westbad Regensburg während der Ferien aufgenommen. Die Kinder waren hellauf begeistert.

Auch das jährliche Volleyball-Turnier  blieb ein Erfolg, 17 Mannschaften starteten wieder.

 

Sieger-Ehrung beim Volleyball-TurnierVon
links: Brigitte Hirmer, Erika Arnold, Elisabeth Nöckler, Iona Kielhorn, Inge Manner, Martha Schönberger (Spartenleiterin) und  1. Vorsitzender Manfred Arnold

 

Das Übungsleiter-Team bewies mit immer neuen Einfällen, wie attraktiv Turnen sein kann. Für das Purzelvolk veranstalte man erstmals eine Kinderolympiade mit Teilnehmerorden und kleinen  Überraschungsgeschenken, für die größeren Kinder bot man den Erwerb des Kinderturn- bzw. Spielabzeichen an.

 

Kinderturnabzeichen mit ÜL  Johanna Pösl und Brigitte Hirmer

 

Die Teilnahme bei den jährlichen Gaukindertreffen, Gaukinderturnfesten und Landkreissportfesten wurde zur festen Einrichtung. Auch das jährliche  Sportabzeichentraining und Sportabzeichenabnahme wurde seit dem Jahr 1975 mit wechselndem Erfolg durchgeführt.

Damit beim Pfreimder Fasching eine alte Tradition weitergeführt werden konnte, übernahm die Sparte Turnen 1990 vom Kath. Frauenbund die Ausrichtung des Weiberfaschings am „Unsinnigen Donnerstag“.  Für die Einstudierung der Einlagen waren seit 1987 auch verschiedene Übungsleiter tätig: zum Beispiel der Can Can der Leistungsturnerinnen oder der Lacherfolg von der „Wahl der Miss Universum“

 

Wahl der Miss Universum Fasching 1990

 

Im September 1990 veränderte sich die Zusammensetzung des Übungsleiter-Teams: Aus gesundheitlichen Gründen schied Erika Arnold aus dem Team aus, die Leitung der Leistungsturngruppe übernahmen Ina Meier und Ewald Eicher.

 

 

Mit Hannelore Jahn und Georg Kick kamen noch zwei neue Übungsleiter bzw. Betreuer hinzu. Georg Kick begann mit einer Männer-Turnstunde und Hannelore Jahn übernahm die   Mädchengruppe im Alter von 6- 9 Jahren.

Im Trend der Zeit wurden zu den normalen Turnstunden auch Kursprogramme wie Aerobic, Jazz-Dance und Eltern-Kind-Turnen angeboten. Neu war auch das Seniorenturnen „Älter werden – aktiv bleiben“, das auch Männer besuchten.

Das zweite Halbjahr 1990 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen zur 20-Jahrfeier, die als Turngala im März 1991 stattfand. Unter dem Motto „20 Jahre Turnen – 20 Jahre Freude am Sport“ konnten den Gästen in der vollbesetzten neuerbauten Landgraf-Ulrich-Halle ein abwechslungsreiches, buntes Programm gezeigt werden.

Raffinierte Lichteffekte entführten die Zuschauer nach dem Eröffnungstanz in das geheimnisvolle Reich der Geister und der Unterwelt. Fröhlich und turbulent ging es dagegen auf dem Hühnerhof des Purzelvolks zu. Die Damen beider Gymnastikgruppen bestachen bei ihren Vorführungen mit Bällen, Reifen, Bändern und Seilen durch absolute Körperbeherrschung und Eleganz.

 

Eröffnungstanz

 

Eröffnungstanz

 

Die brillant dargebotenen Seilakrobatik- und Trampolinnummer der Buben zeugte von enormen Trainingsfleiß und sehr guter Kondition, ebenso die lustige Barrennummer der Leistungs-Turnerinnen.

Alle Übungsleiter hatten zusammen mit ihren Gruppen Hervorragendes geleistet und einen gelungenen Abend gestaltet.

Neuen Beginn und neuen Aufschwung fand das Männerturnen unter Leitung von Brigitte Hirmer. Fit werden- fit sein – fit bleiben – unter diesem Motto tanzen die Männer bei der wöchentlichen Fitness-Stunde nach ihrer Pfeife.

Die Leistungsturnerinnen hatten trotz starker Konkurrenz aus der gesamten Oberpfalz immer die Nase vorn. Mit ihren überzeugenden Leistungen waren sie nach wie vor das Aushängeschild der Abteilung Turnen.

Der September 1992 brachte im Übungsleiter-Team wiederum gravierende Veränderungen mit sich: Ina Meier und Ewald Eicher beendeten ihre Tätigkeit als Übungsleiter beim Leistungsturnen. Es fand sich leider kein Nachfolger und so musste die Gruppe aufhören.

Auch Adam Hoch, der seit 1979 ununterbrochen als engagierter  Motor im Hintergrund Enormes für die Turnabteilung leistete, übergab seine Turnstunde an den frischgebackenen Übungsleiter Roland Suttner.

 

Adam Hoch

 

Erika Arnold fand im Kursprogramm Rückenschule einen neuen Aufgabenbereich. Die Welle des neu erwachten Gesundheitsbewusstseins bewirkte, dass die Turnhallen bei allen Kursangeboten „Rückenschule“ fast zu klein waren.

Neue Wege beschritt man im Juli 1993 mit dem Beitrag „Gesundheitsmarkt“  anlässlich der Fest- und Kulturtage in Pfreimd.  Abteilungsleiterin Martha Schönberger landete mit dieser  Idee einen Volltreffer. Verschiedene Krankenkassen, das Staatl. Gesundheitsamt, Amt für Landwirtschaft,  Apotheke, BRK, Sportgeschäfte  und Optiker waren vertreten.

Fitness-Tests, richtige Ernährung, Getränke ohne Alkohol, Sehtests, Blutzucker- und Cholesterinwertermittlung und vieles mehr wurde den zahlreichen Besuchern geboten. Der Gesundheitsmarkt war ein absoluter Erfolg.

Erfolgreich waren auch die drei Modenschauen, die die Turnabteilung in Verbindung mit einem Nabburger Sportgeschäft ausrichtete. In einer zweistündigen Schau präsentierten Spielvereinigungs-Mitglieder gekonnt das richtige Out-Fit beim Sport.

Dr. Reinhold Benz informierte mit Kurzreferaten über „richtiges Schuhwerk“ und über Sport und Gesundheit.

 

Die Models der SpVGG auf dem LaufstegEröffnungstanz

 

Die Jugendarbeit steht in der Abteilung  Turnen an erster Stelle. Die Freizeitangebote beinhalten für diese Gruppen neben den Turnstunden auch Grillfeste, Radtouren, Orientierungs-Wanderungen und auch das seit 1981 jährlich stattfindende Zeltlager. Ziele der Zeltlager waren Kallmünz, Pfreimdtal-Hütte, Schnaittenbach, Tannenlohe. Die jeweiligen Betreuer lassen durch Nachtwanderungen, Lagerfeuer-Romantik und Lager-Olympiade keine Langeweile aufkommen und deshalb sind die „Zeltlager“ heiß begehrt.

Für die Jugend wurde das Sportangebot mit Volleyball und Jugendturnen erweitert. Die Sportakrobatik-Gruppe unter Leitung von Johanna  Pösl wurde durch ihre gekonnten Auftritte oberpfalzweit bekannt.

Am 28. März 1994 ging dann die „Ära Martha Schönberger“, so war es in der Tageszeitung zu lesen, zu Ende. Sie stellte sich nach all den Jahren intensiver Auf- und Ausbauarbeit für die Neuwahl nicht mehr zur Verfügung.

1970 startete die Turnabteilung mit 70 Damen,  bei der Übergabe konnte Martha Schönberger auf stolze 654 Mitglieder hinweisen.

Seit dem Jahr  1984 ist die Sparte Turnen immer die stärkste Abteilung innerhalb der  Spielvereinigung.

Martha Schönberger hinterließ dem „Dreigespann“,    Inge Manner, Brigitte Hirmer und Johanna Pösl  als neue Abteilungsleiterinnen ein wirklich wohlbestelltes Haus. Inge Manner  würdigte das langjährige, engagierte Wirken der scheidenden Abteilungsleiterin Martha Schönberger  und bedankte sich im Namen der Sparte.

 

Spartenleiter der Abteilung Turnen:

  • 1970   -   1971      Mathilde Faltenbacher
  • 1971   -   1983      Martha Schönberger
  • 1983   -   1984      Gabi Zirwick
  • 1984   -   1986      Martha Schönberger
  • 1986   -   1988      Iona Kielhorn
  • 1988   -   1994      Martha Schönberger
  • 1994   -   1996      Inge Manner, Brigitte Hirmer und Johanna Pösl